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Schützengesellschaft Einsiedeln

Vereinsgeschichte

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Die Fahne der SG Einsiedeln

Die Selbstverständlichkeit, dass Truppen– und Schützen-Abteilungen eine Fahne mit sich führten, kennen wir aus allen Geschichtsbüchern. Dass die SGE schon im 16. und 17. Jahrhundert eine Fahne hatte, wird durch folgenden Protokollauszug bestätigt:

-am 4.Juli 1690 Karl Willi für ein weiteres Jahr als Fähnrich bestätigt.

-am 12.Sept. 1701 wählten die Räte Johann Jakob Kälin.

Um die Finanzierung einer neuen Fahne sicher zu stellen, wurde im Jahre 1708 der Doppel für die Gewehrschützen auf vier Schilling festgesetzt, ein Schilling davon zur Erstellung einer neuen Fahne. Diese neue, zweite Fahne die sich nachweisen lässt, wurde feritg erstellt am 17. Jan 1710. Kosten der neuen Fahne 72 Pfund, 14 Schilling, 1 Angster.

1792 82 Jahre später beschliessen die Schützen von Einsiedeln am 28. Mai des Jahres die Anschaffung einer neuen Schützen-Fahne. Antrag und Entwurf gehen vom Wachsportraitmaler Anton Kuriger zum Rössle, aus. Der Schützenfähnrich Nikolaus Gyr, z. Ochsen, dessen Frau Johanna, Frau & Jungfer Tanten übernehmen kostenlos die Stickerei-Arbeiten. Trotzdem kommt sie auf 310 Pfund Geldes, 18 Schilling, 5 Angster zu stehen. Eine wackere Frau Fuchs– Kuriger Elosabetha rettete am 17. August 1799 die kostbare Fahne vor den raubgierigen Händen der bei der grossen Retirade der kaiserlichen in der Waldstatt einrückenden Franzosen. Wie lange diese Fahne ihren Dienst tat ist nicht bekannt, jedenfalls aber nicht bis Ende des 18. Jahrhunders, denn: An der Schützenordnung vom 28.Mai 1797 wurde auf Antrag des Schützenmeisters und des Schützenstatthalters beschlossen, „dass sie ferner einen eigenen Fahnen zu haben gedenkten“. Da die Anschaffung dieser beiden Fahnen nur fünf Jahre auseinander liegen und 1797 die Bemerkung protokolliert ist “einen eigenen Fahnen“, muss angenommen werden, da die zweite Fahne einer Scharf-, Feld– oder Militär-Schützen-Abteilung gehörte. Eine dieser beiden Fahnen wäre die dritte offizielle Fahne der SGE.

1824 wird eine Reparatur der Fahne beschlossen, um selbe nicht ganz zu Grunde gehen zu lassen.

1842 wurde beschlossen eine neue Fahne machen zu lassen, es wäre die vierte gewesen, wurde aber gemäss Protokoll von der Fahnenweihe 1861 nicht ausgeführt. Auch 1859 beliebte es immer noch nicht, die ziemlich zerrissene Schützenfahne durch eine neue zu ersetzen.

07.04.1861 Die Anschaffung einer neuen Schützenfahne wurde unvermeidlich. Der Schützenvorstand wurde beauftragt und schon am 28.Oktober 1861 konnte die neue Fahne mit Feuerwerk und Fackelzug eingeweiht werden.

1877 Die Feldschützenfahne und die Militärschützen-Fahne fallen, wegen Fusion dieser Vereine mit der SG Einsiedeln, dieser Gesellschaft zu. Diese sind unveräusserlich und müssen im Archiv verbleiben. 1878 schenkt die SGE, die ihr durch Fusion 1877 zugefallene Militärschützen-Fahne, der Schützen-Gesellschaft Gross unter der Bedingung, dass wenn je einmal die Feldschützen-Gesellschaft Euthal oder Gross aufgelöst werden sollte, diese Fahne der SGE zurück zu erstatten sei.

1909 Fahnenweihe der neuen (fünften) Fahne . Sie ist ein Geschenk der Ehrenmitglieder und einigen Passiv-Mitgliedern.

1934 Unsere Vereins-Fahne, welche leider nicht mehr neueren Datums ist, befindet sich in einem sehr schlechten Zustande. Die Seide bricht an allen Orten und Enden, so dass solche mehr einem Vorhang mit Fransen gleicht, anstatt einer Schützen Ges. Fahne.  Stefan Gyr hat die Fahne 1933-34 auf seine Kosten reparieren lassen, was ihm bestens verdankt wird.

1963 Am 09.02.1963 wird im Vorstand über die Anschaffung einer neuen Fahne diskutiert. Die Fahnenweihe findet am 7.Juli 1963 mit einem Feldgottesdienst um 09.00Uhr beim Schiessstand Wäni statt. Anschliessend Apéro für die Gäste im Schützenstübli in der Wäni. Es werden bewusst kein Pate und keine Patin beibezogen! Patensektion ist der Schützenverein Tell, Einsiedeln.

Fahnenweihe 25.Sept. 1988

OK– Präsident: Isidor Bucher

Fahnengottä: Frau Ochsner, Vereinswirtin, Hotel St. Georg

Fahnengötti: Market Alfred, Kt. Fischerei-Aufseher.

Patengesellschaft: Schützengesellschaft Alpthal

Betschart Martin übernimmt im „Schützenstübli Wäni“ die Kosten des Fahnen-Entwurfes. Die Fahne kostete, inkl. CHF 500.– für den Entwurf, CHF 6030.-.

Den grosszügigen Gönnern ist es zu verdanken, dass die Fahne, inkl. das Fest der Fahnenweihe, bei Einnahmen von CHF 14‘820.90 und Ausgaben von CHF 13‘692.90, mit einem Einnahmen– Überschuss von CHF 1‘128.– abschliesst.

Es ist die siebente, urkundlich nachweisbare Fahne.

Gesellschafslokale

1824– 1846

Ochsen

1847– 1858

Hirschen

1859– 1864

Pfauen

1865– 1887

Paradies

1888– 1934

Hotel St. Katarina (So)

1935– 2014

Hotel St. Georg

 

Im Moment haben wir kein Stammlokal, leider.

Die Gesellschaftslokale der SGE waren und sind die Treffpunkte der Schützen für die Schützen-Ordnung und Besammlungslokal für den Anschiesset, dem ersten Schiesstag im Jahr, die Generalversammlung ect. Bis zum Jahre 1800 hielt man die Schützen-Ordnung auf dem Rathaus ab. Erst ab 1824 wählte man die nachstehende Restaurants als Stammlokale. Nebst dem Treffpunk der Schützen, ist das Gesellschaftshaus auch der Aufbewahrungsort für die Fahne, Trophäen, Trommeln und übriges Vereinsinventar.

Gesellschafts-Präsidenten

Die leider unvollständige Namensliste

Von 1647– 1880 sind jeweils die Schützenmeister aufgelistet. Von 1880 an sind dann die Präsidenten in den Namenslisten aufgeführt.

1880– 83

1883– 85

1885– 87

1887– 90

1890– 93

1893– 95

1895– 97

1897– 1903

1903– 05

1905– 09

1909– 11

1911– 13

1913– 15

1915– 19

1919– 21

1921– 23

1923– 25

1925– 31

1931– 33

1933- 39

1939– 47

1947– 51

1951– 59

1959– 63

1963– 80

1980– 92

1992- 2000

2000–

Gyr Martin, 3-Herzen

Kälin Jean, Faktor

Eberle Mathias, Gaktor

Kälin Josef z. Sternenplatz

Eberle Mathias, Gaktor

Lienert Konrad, Major

Eberle Eduard, Oblt. Z. Freieck

Lienert– Wickart Alois, Klostermühle

Steinauer Karl z. Fram

Kälin– Christen Josef, Hptm.

Lienert Benedikt z. Klostermühle

Richard z. Halde

Eberle Viktor, Oblt.

Bettschart Oskar, Hptm.

Wickart Adelrich, Postbeamter

Kälin Franz, Oblt.

Oechslin Franz jun.

Stefan Gyr, Oblt.

Anton Gyr, Weissmühle

Lienert Franz

Hans Kälin, Augustiner

Lienert Friedrich, Kohlenhandlung

Dusser Dominik

Kälin Paul

Ochsner Dominik

Betschart Martin

Zehnder Alfred 54

Inglin Leo 66

Schwyzer Kantonal-Schützenfest (SKSF/SZKSF)

Von der SGE oder regional organisiert. Einsiedeln organisierte die SKSF 1852/ 1889/ 1920/ 1938/ 1975/ 1993/2011

Freischiessens zu Zürich 1504. Es ist das erste Schützenfest, an dem nachweisbar ein Schütze von Einsiedeln teilgenommen hat. Dieser einzige Schütze war: Heini Wetzer von Gruss (Gross) by Einsidlen gelegen.

Chässchiessen

Aus der gleichen Zeit wie das Obligatorische stammt auch das Chässchiessen. Dass das schon vor 1629 gebräuchlich war, ist belegt durch das Wochengericht vom 27.Sept 1629. Kleinhans Zangger war vor Gericht „weil der den Schützen verlaufene Jahre einen Käse jährlich versprochen, den er jetzt zu geben verweigere“. Am 7.August 1702 wurde Leonz Wiser vor den Rat „citiert“, weil er im Schützenhaus einen Käse zerbrochen haben soll.